Was ist das Fundament der christlichen Hoffnung ? Papst Benedikt XVI. hat in seiner letzten Enzyklika überzeugendgeantwortet: Jesus, unser Herr und Gott ! Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat er tatsächlich die Kräfte des Bösen besiegt. Er hat sie besiegt, weil er das Wort Gottes ist, das wirklich Mensch geworden ist und die Erlösung wirklich vollbracht hat. Im diesem Jahr des Glaubens bezeugen wir ohne zu fürchten, dass Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Die während seines irdischen Lebens erworbenenen Gnaden werden uns durch das Sakrament der Taufe und die anderen Sakramente zugute kommen. So haben wir schon jetzt durch die Gnade Anteil am Reich Gottes. Wir sind wirklich Kinder Gottes, auch wenn diese geistliche Realität noch nicht zu sehen ist. Mit dem heiligen Johannes seien wir für diese schöne Realität begeistert : Wir sind die geliebten Kinder Gottes (1Joh 3,2) !

Das Kommen Jesu ist in jeder Messe sakramental verwirklicht. Die Anamnese („deinen Tod, o Herr,“…) erinnert daran und lädt uns ein, das Kommen Jesu in seine Herrlichkeit noch eifriger zu wünschen. Wiederholen wir oft : marana tha, komm Herr Jesus !

Für unsere jüdischen Brüder sind die Siegeszeichen des Messias über die Gewalt des Bösen nicht gegeben. Für sie ist Jesus nicht der verkündigte Messias. Der Katechismus gibt Ansätze zu einer Antwort: Er spricht von Angriffen der bösen Mächten gegen die Herrschaft Christi (671 und 675). Lassen wir uns von der Zunahme des Hasses, der Gewalt und der Unzucht weder verwirren, noch entmutigen. Zur Zeit scheint Satan in unserer Welt zu herrschen aber er wird nicht siegen denn Jesus ist der König der Könige und der Herr der Herren. Zweifeln wir nicht an Jesus, dem Wort, durch das alles geschaffen ist und die Erlösung vollbracht ist.

Der Katechismus erinnert mit Autorität an den Glauben der Kirche über das allgemeine Gericht. Nehmen wir den Schluss des Abschnitts 679 ernst: „Wer in diesem Leben die Gnade zurückweist, richtet sich schon jetzt selbst: Jeder erhält Lohn oder erleidet Verlust je nach seinen Werken; er kann sich selbst sogar für die Ewigkeit verurteilen, wenn er vom Geist der Liebe nichts wissen will.“ In Fatima hat die Mutter Gottes den Kindern die Realität der Hölle und die Seelen der Sünder, die in sie hineinfallen, gezeigt. Die Kinder haben den Rufen der Muttergottes geantwortet, viel gebetet und Opfer dargebracht, um viele Seelen von der Hölle zu erretten. In diesem Jahr des Glaubens begreifen wir, wie dringend es ist, sich für die Errettung der Seelen einzusetzen. Jesus ruft immer wieder engagierte Christen, an dieser so wichtigen Mission mitzuarbeiten. Padre Pio, Marthe Robin, Mutter Maria Augusta haben seinen Rufen geantwortet. Wird er in unserer Zeit neue engagierte Christen finden ?