Dieses besteht zuerst in der Rechtfertigung, die uns wieder in die Gnade Gottes versetzt, „damit, wie Christus von den Toten auferweckt wurde, auch wir in einem neuen Leben wandeln“(Röm 6,4). Die Rechtfertigung besteht im Sieg über den durch die Sünde verursachten Tod und in der neuen Teilhabe an der Gnade. Sie vollzieht die Annahme zu Söhnen Gottes, denn die Menschen werden Brüder Christi. Jesus selber bezeichnet nach der Auferstehung seine Jünger als seine Brüder: „Geht und verkündet meinen Brüdern“(Mt 28,10 ; Joh 20,17). Seine Brüder sind wir nicht aufgrund unserer Natur, sondern durch ein Geschenk der Gnade, denn diese Adoptivsohnschaft schenkt eine wirkliche Teilhabe am Leben des eingeborenen Sohnes, das in seiner Auferstehung voll zutage getreten ist.

Schließlich ist die Auferstehung Christi - und der auferstandene Christus selbst – Ursache und Urgrund unserer künftigen Auferstehung: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden“(1Kor 15,2)-22). Während des Harrens auf diese Vollendung lebt der auferstandene Christus im Herzen seiner Glaübigen. Im Auferstandenen kosten die Christen „die Kräfte der zukünftigen Welt“(Hebr 6,5) und ihr Leben wird von Christus in den Schoß des göttlichen Lebens geborgen, „damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde“(2 Kor 5, 15). Sind wir wirklich Christen, die vom göttlichen Leben leben? Sind wir wirklich von der Auferstehung Christi, dem Urgrund unserer eigenen Aufersteheung überzeugt? Sind wir frohe, begeisterte und für die Mission eifrige Christen?

Der 4. Ostersonntag ist der Sonntag der Berufungen. Beten wir zum Herrn der Ernte.