Wir befinden uns im Jahr des Glaubens, das ich eben deshalb gewollt habe, um unseren Glauben an Gott in einer Zeit, die ihn immer mehr scheint an den Rand drängen zu wollen, wieder zu stärken.

Ich möchte uns alle auffordern, unser festes Vertrauen an Gott zu erneuern und uns wie Kinder den Armen Gottes anzuvertrauen in der Gewissheit, dass diese Arme uns immer stützen und es uns ermöglichen werden, jeden Tag unseren Weg zu gehen, auch dann, wenn er schwierig wird. Ich möchte, dass jeder sich von jenem Gott geliebt weiß, der seinen Sohn für uns hingab und uns seine grenzenlose Liebe gezeigt hat.

Ich möchte, dass jeder die Freude spürt, Christ zu sein. Ein schönes Gebet, das man jeden Morgen beten sollte, lautet: „Mein Gott, ich bete dich an, und ich liebe dich aus ganzem Herzen. Ich danke dir, dass Du mich erschaffen hast, dass ich Christ sein darf“. Ja, wir wollen dankbar sein, dass wir die Gabe des Glaubens empfangen haben; sie ist die größte aller Gaben, und niemand kann sie uns nehmen! Lasst uns dem Herrn täglich dafür danken, im Gebet und durch ein konsequent christliches Leben. Gott liebt uns; er erwartet aber auch, dass wir ihn lieben! Ich danke euch allen und jedem Einzelnen auch für den Respekt und das Verständnis, mit der ihr diese so wichtige Entscheidung aufgenommen habt. Ich werde die Kirche weiterhin in Gebet und Meditation begleiten, mit derselben Hingabe an den Herrn und seine Braut, die ich bis heute jeden Tag zu bewahren versucht habe und in der ich weiterhin vorhabe zu leben. Ich bitte euch, vor Gott meiner zu gedenken, und vor allem bitte ich euch auch, für die Kardinäle zu beten, die vor einer so schwierigen Aufgabe stehen, und für den neuen Nachfolger des Apostels Petrus: Möge der Herr ihn mit dem Licht und der Kraft seines Geistes begleiten.

Unser Papst Franziskus will uns selbstverständlich auffordern, in der Freude, dem Frucht des Heiligen Geisters, zu leben. In seiner ersten Audienz hat er uns gerade aufgefordert, uns zu „bewegen“, um uns an die Grenzen der Kirche zu begeben, um diejenigen zu treffen, die fern, marginalisiert sind und die Gott nicht kennen. Behalten wir nicht egoistisch für uns allein die Freude des Treffens mit dem auferweckten Jesus. Sagen wir sie den anderen weiter, so dass auch sie Ihm ihre Herzen öffnen und die Freude am Glauben erfahren! Mögen viele entmütigte und traurige Menschen, die Gabe des Glaubens und des Heiligen Geistes empfangen!